Wer in der Bundesrepublik Deutschland Tagesausflüge für Touristen veranstaltet, der macht dies in der Regel mit dem Reisebus. Dieser bringt eine Gruppe von Touristen bequem aus der Stadt zum Ausflugsziel der Wahl. Auf dem Weg dorthin und auch wieder zurücklegen die Busse aber in der Regel Pausen ein, in denen sich die Gäste erfrischen und auch verpflegen können. An solchen Raststätten wäre es eine natürliche Ergänzung des Angebots, wenn auch Glücksspiele angeboten würden. Hierfür muss natürlich kein neues Casino errichtet werden, es würde schon ausreichen, wenn ein speziell dafür vorgesehener Raum errichtet würde.

Das die Aufenthalte an solchen Raststätten in der Regel nicht allzu lange dauern, in der Regel sind es zwischen dreißig Minuten und einer Stunde, muss das Angebot in einem solchen Casinoraum naturgemäß anders aussehen als das Angebot eines regulären Casinos, in welchem sich die Spieler oft stundenlang aufhalten. Der Schwerpunkt wird hier auf Slots liegen, wo ein einzelnes Spiel nur wenige Minuten dauert. Somit sind diese perfekt als kurze Unterhaltung zwischendurch und dem Reisenden bleibt auch noch genügend Zeit über, um die Toilette aufzusuchen und um sich im Restaurant zu verpflegen.

Das größte Problem bei der Errichtung eines Casinoraums für Touristen ist die dafür benötigte Lizenz. Je nach organisatorischem Aufbau muss entweder die Raststätte oder der Casinoraumbetreiber für den Betrieb über eine Glücksspiellizenz verfügen. Da eine solche nur sehr schwer zu erlangen ist, bietet es sich an, dass der Betrieb des Casinoraums einem etablierten Casino überlassen wird. Dieses bezahlt der Raststätte in der Folge natürlich Miete für die Nutzung des Raums, aber auch eine Beteiligung am Profit wäre denkbar.

Für ein etabliertes Casino wäre so ein Casinoraum für Touristen eine ideale Werbefläche. Es erhält so eine Außenstelle, in welcher es sich den potenziellen Kunden präsentieren kann. Somit können vermehrt auch Touristen in die etablierten Casinos in den großen Städten gelockt werden.